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Luxor-Tempel - Antikes Theben mit seiner Nekropole

Luxor, Ägypten
17.10.2023

Der Luxor-Tempel, eine majestätische Ruinenstätte am Ostufer des Nils in der heutigen Stadt Luxor (ehemals Theben), ist ein beeindruckendes Zeugnis der altägyptischen Hochkultur und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes "Antikes Theben mit seiner Nekropole". Im Gegensatz zu vielen anderen Tempeln, die Gottheiten oder verstorbenen Pharaonen gewidmet waren, diente der Luxor-Tempel hauptsächlich als Ort der Krönung und des Kultes des königlichen Ka, sowie als zentraler Schauplatz für das bedeutende Opet-Fest.

Die Ursprünge unter Amenophis III.

Die Grundsteinlegung für den ältesten Teil des Tempels erfolgte unter Amenophis III. (ca. 1390–1353 v. Chr.) der 18. Dynastie. Er ließ den südlichen Bereich errichten, der Säulenhof, die Säulenhalle und die inneren Heiligtümer umfasst. Dieser Bereich war dem Gott Amun, seiner Gemahlin Mut und ihrem Sohn Chons, der thebanischen Triade, geweiht. Jedes Jahr wurde während des Opet-Festes eine Statue des Amun in einer feierlichen Prozession vom Karnak-Tempel, mit dem der Luxor-Tempel durch eine fast drei Kilometer lange Sphingenallee verbunden war, hierher gebracht.

Die Erweiterung durch Ramses II.

Jahrzehnte später, unter der Herrschaft von Ramses II. (ca. 1279–1213 v. Chr.) der 19. Dynastie, erfuhr der Tempel eine wesentliche Erweiterung. Ramses II. fügte den großen Pylon an der Nordseite hinzu, der mit Szenen seiner militärischen Siege, insbesondere der Schlacht bei Kadesch, geschmückt ist. Davor standen einst sechs riesige Statuen des Pharaos – vier sitzend, zwei stehend – sowie zwei gewaltige Obelisken aus rotem Granit. Einer dieser Obelisken steht heute noch in Luxor, der andere ziert seit 1836 den Place de la Concorde in Paris.

Spätere Ergänzungen und Transformationen

Im Laufe der Jahrtausende wurde der Tempel immer wieder angepasst. Selbst Alexander der Große (332–323 v. Chr.) ließ einen Schrein in der Kammer des Amenophis III. erneuern, um seine Verbindung zu Amun zu demonstrieren. In römischer Zeit wurde der Tempel in eine Festung umgewandelt und ein Teil des inneren Heiligtums zur Verehrung römischer Kaiser genutzt. Später wurde sogar eine Kirche und im 13. Jahrhundert die Abu el-Haggag-Moschee auf den Überresten errichtet, die bis heute ein aktiver Ort der Verehrung ist und die erstaunliche Kontinuität der Nutzung dieses heiligen Ortes unterstreicht.

Weiterführende Links

Der Luxor-Tempel (altägyptisch Ipet-reset) ist eine Tempelanlage im heutigen Luxor in Ägypten. Er wurde zur Zeit des Neuen Reichs (1550 bis 1070 v. Chr.) errichtet und südlicher Harem des Amun von Karnak genannt. Er war dem Gott Amun, seiner Gemahlin Mut und ihrem gemeinsamen Sohn, dem Mondgott Chons, geweiht.

Der Tempel steht seit 1979 zusammen mit dem Karnak-Tempel und der thebanischen Nekropole auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO.

Theben, im Alten Ägypten als Waset, Niut oder Niut-reset bekannt, war eine bedeutende Stadt am Nil in Oberägypten. Von den Griechen wurde sie als Thēbai bezeichnet, während die Römer sie Thebae oder Diospolis Magna nannten. Heute befindet sich an der Stelle des antiken Theben die moderne Stadt Luxor, die ein wichtiges touristisches Zentrum Ägyptens darstellt.

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