Zitadelle von Saleh El Din und die Muhammad-Ali-Moschee - Historisches Kairo
Kairo, Ägypten
21.10.2023
Die Zitadelle von Saladin in Kairo ist ein Meisterwerk mittelalterlicher islamischer Militärarchitektur und ein markantes Wahrzeichen, das über die Stadt wacht. Sie zeugt von Jahrhunderten ägyptischer Geschichte und Macht. Innerhalb ihrer Mauern thront die prächtige Muhammad-Ali-Moschee, deren leuchtender Alabaster und elegante Minarette die Skyline Kairos dominieren.
Die Festung des Löwen
Die Errichtung der Zitadelle wurde im Jahr 1176 n. Chr. von dem berühmten Sultan Salah al-Din al-Ayyubi, im Westen bekannt als Saladin, in Auftrag gegeben. Ihr strategischer Standort auf dem Mukattam-Hügel bot eine hervorragende Verteidigungsposition gegen die Kreuzzüge und einen weitreichenden Blick über die Stadt. Die Festung diente als Regierungssitz der ägyptischen Herrscher von den Ayyubiden über die Mamluken bis zur Dynastie von Muhammad Ali. In ihrer langen Geschichte beherbergte sie verschiedene Paläste, Moscheen und Befestigungsanlagen, darunter die bemerkenswerte Moschee von Sultan an-Nasir Muhammad, die für ihre grünen Kacheln bekannt ist. Auch der Brunnen von Yusuf, ein tiefer Schacht, der die Wasserversorgung der Garnison sicherstellte, ist ein Zeugnis der damaligen Ingenieurskunst.
Die Ära Muhammad Alis
Anfang des 19. Jahrhunderts übernahm Muhammad Ali Pascha, oft als Gründer des modernen Ägypten bezeichnet, die Macht. Er initiierte umfassende Reformen und verlegte seinen Regierungssitz in die Zitadelle, die er umfassend umgestaltete. Sein größtes Vermächtnis an diesem Ort ist jedoch zweifellos die nach ihm benannte Muhammad-Ali-Moschee.
Die Alabaster-Moschee
Die zwischen 1830 und 1848 erbaute Muhammad-Ali-Moschee ist ein herausragendes Beispiel osmanischer Architektur in Kairo. Ihr Stil ist stark von den großen Moscheen Istanbuls, insbesondere der Neuen Moschee, beeinflusst. Sie ist berühmt für ihre Verkleidung mit feinem Alabasterstein, der ihr den Beinamen "Alabaster-Moschee" eingebracht hat. Die imposante zentrale Kuppel, umgeben von vier Halbkuppeln, und die zwei schlanken, Bleistift-förmigen Minarette prägen ihr unverwechselbares Erscheinungsbild. Im Innenhof befindet sich ein Uhrturm, der von König Louis-Philippe von Frankreich als Geschenk überreicht wurde.
Ein Erbe der Macht und Architektur
Die Zitadelle von Saladin und die Muhammad-Ali-Moschee bilden zusammen ein unvergleichliches Ensemble, das die historische Entwicklung Ägyptens von der mittelalterlichen Festung bis zur osmanischen Pracht widerspiegelt. Ihre strategische Bedeutung, ihre architektonische Schönheit und ihre Rolle als Zentrum der Macht über Jahrhunderte hinweg machen sie zu einem unverzichtbaren Zeugnis der menschlichen Geschichte und Kultur, das zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.
Weiterführende Links
Die Zitadelle von Saladin (Salah ad-Din) (arabisch قلعة صلاح الدين Qalaʿat Salāḥ ad-Dīn) ist eine der wenigen erhaltenen befestigten Anlagen der Stadt Kairo und zugleich eine ihrer markantesten Sehenswürdigkeiten. Sie befindet sich auf einer Anhöhe, in ostsüdöstlicher Richtung vom Stadtzentrum aus gelegen.
Die Zitadellenanlage gehört seit 1979 als Teil des Historischen Kairo zum UNESCO-Weltkulturerbe.Erst seit Anfang des 21. Jahrhunderts ist die Zitadelle für die Öffentlichkeit zugängig. Von der Zitadelle aus genießt man einen weiten Blick über Kairo. Bei klarem Wetter sind die Pyramiden von Gizeh am Horizont zu erkennen. Gleich unterhalb der Festung liegt das islamische Zentrum Kairos; die Sultan-Hassan-Moschee und die Ibn-Tulun-Moschee sind ein Teil davon.
Die Muhammad-Ali-Moschee (arabisch مسجد محمد علي Masdschid Muhammad ʿAlī ‚Moschee des Mohammed Ali‘), manchmal auch als Alabastermoschee bezeichnet, ist eine der großen Moscheen in Kairo. Sie wurde im Auftrag von Pascha Muhammad Ali in den Jahren 1824 bis 1884 im osmanischen Stil mit barocken Elementen erbaut. Verantwortlich für den Bau zeichnete der Grieche Boşnak Yusuf aus Istanbul, der sich stilistisch an der dortigen Neuen Moschee (türk. Yeni Cami) orientierte.
Die Zitadelle von Saladin (Salah ad-Din) (arabisch قلعة صلاح الدين Qalaʿat Salāḥ ad-Dīn) ist eine der wenigen erhaltenen befestigten Anlagen der Stadt Kairo und zugleich eine ihrer markantesten Sehenswürdigkeiten. Sie befindet sich auf einer Anhöhe, in ostsüdöstlicher Richtung vom Stadtzentrum aus gelegen.
Die Zitadellenanlage gehört seit 1979 als Teil des Historischen Kairo zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Erst seit Anfang des 21. Jahrhunderts ist die Zitadelle für die Öffentlichkeit zugängig. Von der Zitadelle aus genießt man einen weiten Blick über Kairo. Bei klarem Wetter sind die Pyramiden von Gizeh am Horizont zu erkennen. Gleich unterhalb der Festung liegt das islamische Zentrum Kairos; die Sultan-Hassan-Moschee und die Ibn-Tulun-Moschee sind ein Teil davon.
Das Historische Kairo, auch bezeichnet als Islamisches Kairo (arabisch قاهرة المعز, DMG Qāhirat al-Muʿizz), ist der historische Stadtkern des modernen Kairo und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es wurde 1979 unter Schutz gestellt als eine der ältesten islamischen Städte der Welt, mit berühmten Moscheen, Medressen, Hamams und Brunnen. Damit sollte nicht nur Kairos Bedeutung als islamische Metropole gewürdigt werden, sondern auch sein Beispielcharakter für das städtische Leben überhaupt. Im 10. Jahrhundert gegründet, erreichte das historische Kairo seine Blütezeit im 14. Jahrhundert.