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Ġgantija-Tempel - Megalitische Tempel Maltas

Xagħra, Gozo, Malta
30.12.2023

Die Ġgantija-Tempel auf der maltesischen Insel Gozo, nahe der Ortschaft Xagħra, stellen ein atemberaubendes Zeugnis menschlicher Schaffenskraft aus der Jungsteinzeit dar. Sie sind nicht nur die ältesten freistehenden Monumente der Welt, sondern auch ein herausragendes Beispiel für die komplexe Megalith-Kultur, die vor über 5.500 Jahren im Mittelmeer florierte. Ihre Ursprünge reichen weiter zurück als die Pyramiden Ägyptens oder Stonehenge und machen sie zu einem unschätzbaren Fenster in die ferne Vergangenheit.

Ein Blick in die Vergangenheit

Erbaut zwischen 3600 und 3200 v. Chr., sind die Ġgantija-Tempel Teil einer Reihe von Megalith-Tempeln, die auf den Inseln Maltas gefunden wurden. Der Name „Ġgantija“ leitet sich vom maltesischen Wort „ġgant“ ab, was „Riese“ bedeutet – eine passende Beschreibung für die kolossalen Kalksteinblöcke, die für den Bau verwendet wurden. Legenden besagen, dass Riesen diese gewaltigen Strukturen errichteten, was ihre immense Größe und das Rätsel ihrer Konstruktion in einer Zeit ohne moderne Werkzeuge unterstreicht. Die Tempel waren vermutlich Kultstätten, die einer Fruchtbarkeitsgöttin gewidmet waren, wie Funde von Statuetten nahelegen.

Die Megalithische Bauweise

Die Anlage besteht aus zwei riesigen Tempelstrukturen, die von einer gemeinsamen Umfassungsmauer umschlossen sind. Der südliche Tempel ist der ältere und größere der beiden. Beide sind in einem typischen Kleeblattmuster mit mehreren Apsiden angelegt. Für den Bau wurden massive Korallenkalksteinblöcke verwendet, von denen einige über fünf Meter hoch sind und mehrere Tonnen wiegen. Die Präzision, mit der diese Steine ohne Mörtel zusammengefügt wurden, zeugt von einem tiefen architektonischen Verständnis. Zahlreiche Opfergaben, wie Tierknochen und Keramikfragmente, wurden hier entdeckt und geben Einblick in die rituellen Praktiken der prähistorischen Bewohner.

Das Erbe einer prähistorischen Kultur

Als Teil der „Megalithischen Tempel von Malta“ wurden die Ġgantija-Tempel 1980 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Sie stehen stellvertretend für eine einzigartige prähistorische Bauphase, die weltweit ihresgleichen sucht. Zusammen mit anderen maltesischen Tempelanlagen wie Ta' Ħaġrat, Skorba, Tarxien, Ħaġar Qim und Mnajdra bilden sie eine unvergleichliche archäologische Landschaft. Die Erhaltung dieser Stätten ist entscheidend, um das Wissen über eine der ältesten Zivilisationen des Mittelmeers zu bewahren und ihre mysteriösen Ursprünge weiter zu erforschen.

Weiterführende Links

Die Ġgantija-Tempel [dʒɡɐnˈtiːjɐ] auf der Insel Gozo im Archipel von Malta gehören zu den ältesten noch halbwegs erhaltenen freistehenden Gebäuden der Welt. Sie wurden 1980 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 1992 wurde dieser Status fünf weiteren Tempeln zuerkannt. Sie bilden die Welterbestätte Megalithische Tempel von Malta und wurden in das Nationale Inventar der Kulturgüter der maltesischen Inseln aufgenommen.

Die Tempel von Malta sind eine Gruppe neolithischer Megalithanlagen auf den Inseln Malta und Gozo. Der Ġgantija-Tempel wurde bereits im Jahr 1980 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt, die übrigen folgten 1992. Die Tempel wurden zwischen 3800 v. Chr. und 2500 v. Chr. erbaut.

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