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Burgruine Aggstein - Kulturlandschaft Wachau

Aggsbach, Österreich
29.07.2017

Die majestätische Burgruine Aggstein, Zeuge vergangener Macht, thront hoch über der Donau in der malerischen Wachau, Niederösterreich. Als integraler Bestandteil der UNESCO-Weltkulturerbestätte Kulturlandschaft Wachau verkörpert sie beeindruckende Architektur und erzählt von der strategischen Bedeutung dieser Flussregion sowie den Familien, die sie einst beherrschten.

Die Anfänge im Mittelalter

Die Burg Aggstein wurde um 1100 von den Kuenringern, einem einflussreichen Adelsgeschlecht im mittelalterlichen Österreich, errichtet. Besonders Hadmar III. von Kuenring, der "Hund" von Kuenring, nutzte die strategisch günstige Lage um 1230 als Stützpunkt für räuberische Aktivitäten, was ihr den Ruf eines "Raubritternestes" einbrachte. Diese Epoche war geprägt von Feudalherren, die den Handel auf der Donau kontrollierten und durch Zölle oder Überfälle ihren Reichtum mehrten.

Verfall und Wiederaufbau

Nachdem die Kuenringer an Bedeutung verloren, durchlebte die Burg wechselvolle Zeiten. Im 15. Jahrhundert, nach dem Tod des Burgherren Jörg Scheck von Wald, ebenfalls als Raubritter gefürchtet, wurde die Burg 1429 unter Herzog Albrecht V. (später König Albrecht II.) belagert und zerstört. Obwohl sie danach teilweise wieder aufgebaut und bewohnt wurde, etwa durch die Familie Greiß, konnte sie ihre alte Bedeutung nicht wiedererlangen. Ein Brand im 17. Jahrhundert besiegelte ihren endgültigen Verfall; die Mauern dienten fortan als Steinbruch. Die imposanten Ruinen zeugen heute noch von einstiger Größe und Wehrhaftigkeit.

Die Aggstein heute

Heute ist die Burgruine Aggstein ein beliebtes Ausflugsziel und Wahrzeichen der Wachau. Besucher erkunden die erhaltenen Mauern, den Bergfried und Teile des Palas, während sie einen atemberaubenden Blick über das Donautal genießen. Ihre Bedeutung für die kulturelle Identität der Wachau ist unbestreitbar und trägt zur Faszination der Kulturlandschaft Wachau bei, die 2000 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Legenden wie die des Rosengärtleins oder des "Kettenhundes" von Kuenring bereichern die mystische Atmosphäre und machen den Besuch unvergesslich.

Weiterführende Links

Die Burgruine Aggstein ist die Ruine einer Spornburg am rechten Ufer der Donau in der Wachau, deren Ursprünge in das 12. Jahrhundert zurückgehen. Die Burgruine liegt ca. 300 Höhenmeter über dem rechten Donauufer auf einem in Ost-West-Richtung verlaufenden Felssporn. Sie ist etwa 150 Meter lang und hat an beiden Enden einen Felsaufbau. Die Ruine befindet sich im Gemeindegebiet von Schönbühel-Aggsbach im niederösterreichischen Bezirk Melk.

Die Wachau ([vaˈxaʊ̯], mit Betonung auf der letzten Silbe „au“ [aʊ̯]) ist die Landschaft im und um das Tal der Donau zwischen Melk und Krems an der Donau in Niederösterreich, etwa 80 Kilometer westlich der Bundeshauptstadt Wien. Im Jahr 2000 wurde sie als Kulturlandschaft Wachau (englisch Wachau Cultural Landscape) mit den Stiften Melk und Göttweig sowie der Altstadt von Krems in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und -Naturerbes aufgenommen.

wikipedia.org
Rundgang durch die Burgruine Aggstein eine sagenhafte Burgruine in der Wachau jop TV Travel
Burgruine Aggstein aus der Luft - (Aerial photography) - Jochen "Bergfexl" Kramer
© NHK Nippon Hoso Kyokai