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Dreifaltigkeitssäule in Olomouc

Olmütz, Tschechien
09.11.2018
Die 35 Meter hohe barocke Dreifaltigkeitssäule (tschech. Sloup Nejsvětější Trojice) wurde von 1716 bis 1754 in der mährischen Stadt Olmütz als Dank für das Erlöschen der Pest von 1716 errichtet. Im Jahre 2000 wurde die Säule unter der Referenznummer 859 in die UNESCO-Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.

Der Plan für die Errichtung einer Pestsäule auf dem Oberen Platz in Olmütz, mit deren Bau im Jahre 1716 begonnen wurde, geht auf den Steinmetz Wenzel Render zurück. Nach seinem Tod wurden die Arbeiten von Franz Thoneck, Johann Wenzel Rokický und Augustin Scholtz fortgesetzt.

Die Bildhauerarbeiten wurden zunächst von Phillip Sattler und dann nach seinem Tod von Andreas Zahner durchgeführt. Die vergoldete Figurengruppe der Dreifaltigkeit auf der Spitze der Säule schuf der Goldschmied Simon Forstner. Somit waren am Bau der Säule ausschließlich Olmützer Künstler beteiligt.

Die feierliche Weihe der Säule, an der die böhmische Königin Maria Theresia und deren Gatte Franz I. Stephan von Lothringen teilnahmen, fand am 9. September 1754 statt.

Im Jahre 1758, während der Belagerung der Stadt durch die Preußen, wurde die Dreifaltigkeitssäule durch Artilleriefeuer beschädigt. Daran erinnert heute die goldene Nachbildung einer Kanonenkugel im oberen Teil der Säule. (Quelle: wikipedia.org)