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Dreifaltigkeitssäule in Olomouc

Olmütz, Tschechien
09.11.2018

Die Dreifaltigkeitssäule in Olomouc, auf dem Horní náměstí (Oberer Platz) der tschechischen Stadt Olomouc gelegen, ist ein beeindruckendes Zeugnis barocker Kunst und tiefen Glaubens. Seit 2000 gehört dieses monumentale Meisterwerk zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Ein Meisterwerk des Barock

Errichtet zwischen 1716 und 1754, ist die Säule mit 35 Metern Höhe das größte barocke Skulpturenensemble Mitteleuropas. Sie ist ein herausragendes Beispiel der Pestsäulen, die nach den verheerenden Epidemien des frühen 18. Jahrhunderts in Europa entstanden. Ihre prachtvolle Ausstattung mit vergoldeten Kupferskulpturen und kunstvollen Steinmetzarbeiten unterstreicht ihre Bedeutung als Höhepunkt des „Olomoucer Barock“.

Geschichte und Entstehung

Die Idee zum Bau stammte vom Olomoucer Steinmetzmeister Václav Render, der auch die ersten Entwürfe lieferte und den Großteil der Kosten trug. Sie sollte Dankbarkeit für das Ende der verheerenden Pest von 1713 ausdrücken. Nach Renders Tod 1733 setzten Künstler wie Ondřej Zahner, Filip Sattler und Jan Václav Rokytský seine Arbeit fort. Im Inneren der Säule befindet sich eine kleine Kapelle.

Die feierliche Weihung erfolgte 1754 im Beisein von Kaiserin Maria Theresia und ihrem Gemahl Franz I. Stephan, was die hohe Wertschätzung des Bauwerks durch die habsburgische Monarchie verdeutlichte.

Symbolik und Bedeutung

Im Zentrum der Säule thront die Heilige Dreifaltigkeit, umgeben von der Himmelfahrt Mariens. Darunter finden sich 18 Heiligenfiguren, darunter Patrone Mährens (z.B. der Heilige Wenzel), Schutzheilige gegen die Pest (wie der Heilige Rochus und der Heilige Sebastian) sowie Stifter. Diese Darstellung symbolisiert den tiefen Glauben und die Hoffnung der Bevölkerung auf Schutz in Zeiten von Leid. Die Dreifaltigkeitssäule ist somit nicht nur ein künstlerisches Meisterwerk, sondern auch ein starkes spirituelles Zeugnis, das bis heute beeindruckt.

Weiterführende Links

e 35 Meter hohe barocke Dreifaltigkeitssäule (tschechisch Sloup Nejsvětější Trojice) wurde von 1716 bis 1754 in der mährischen Stadt Olmütz als Dank für das Erlöschen der Pest von 1716 errichtet.

Im Jahre 2000 wurde die Säule unter der Referenznummer 859 in die UNESCO-Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.

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