Archäologische Stätte von Mykene - Archäologische Stätten von Mykene und Tiryns
Mykene, Griechenland
07.05.2019
Die Archäologische Stätte von Mykene in der Argolis auf dem Peloponnes in Griechenland ist ein Ort von immenser historischer Bedeutung, der die Vorstellungskraft seit Jahrhunderten beflügelt. Eingebettet in strategischer Lage, war diese Zitadelle einst das Zentrum einer der bedeutendsten Zivilisationen des bronzezeitlichen Griechenlands.
Die Wiege einer Zivilisation
Mykene gab der gesamten Mykenischen Kultur ihren Namen, die etwa von 1600 bis 1100 v. Chr. florierte und die späte Bronzezeit prägte. Es war eine Epoche mächtiger Königreiche und reicher Kunst. Die Geschichten von Homer, insbesondere die der Ilias, die den Trojanischen Krieg und den legendären König Agamemnon besingen, sind untrennbar mit Mykene verbunden.
Monumentale Architektur
Schon von Weitem beeindrucken die massiven Befestigungen, bekannt als Zyklopenmauern, aus riesigen, unbearbeiteten Steinblöcken gefügt. Die späteren Griechen glaubten, nur Zyklopen könnten sie errichtet haben. Das berühmte Löwentor, der Haupteingang zur Festung, zeigt ein imposantes Relief mit zwei Löwinnen, die eine Säule flankieren. Innerhalb dieser Mauern befand sich der Palast, das politische und religiöse Zentrum.
Könige und Gräber
Die Reichtümer der mykenischen Elite offenbaren sich in den Grabanlagen. Zwei große Gräberzirkel (Gräberzirkel A und B) zeugen von der Bestattungskultur und dem enormen Reichtum. Hier fand Heinrich Schliemann im 19. Jahrhundert goldene Totenmasken, darunter die berühmte "Maske des Agamemnon". Außerhalb der Zitadelle befindet sich das Schatzhaus des Atreus, eine monumentale Tholos-Grabkammer, auch als "Grab des Agamemnon" bekannt. Seine riesige Kuppel und der lange Dromos sind ein Meisterwerk mykenischer Ingenieurskunst.
Das Erbe der Archäologie
Die systematischen Ausgrabungen von Heinrich Schliemann ab 1874 und nachfolgende Forschungen haben die sagenumwobene Welt von Mykene wiederbelebt und ihre historische Realität bewiesen. Die Funde, von Goldarbeiten bis zu Linear B-Tafeln, bieten Einblicke in Sprache und Verwaltung dieser fortschrittlichen Zivilisation. Als Teil der Archäologischen Stätten von Mykene und Tiryns wurde die Stätte 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Weiterführende Links
Mykene, auch Mykenai, Mykenä, veraltet Mycenä oder dichterisch Myzen (altgriechisch Μυκήνη Mykḗnē oder Μυκήνα Mykḗna, auch als Plural Μυκῆναι Mykḗnai (f. pl.); lateinisch Mycenae; neugriechisch Μυκήνες Mykínes), war in vorklassischer Zeit eine der bedeutendsten Städte Griechenlands, nach ihr wurde die mykenische Kultur benannt. Die Stadt lag nördlich der Ebene von Argos auf einer Anhöhe. Von hier überschaute und kontrollierte man den Landweg zwischen südlicher Peloponnes und dem Isthmus von Korinth, der die peloponnesische Halbinsel mit dem übrigen Festland, zunächst mit Attika und Böotien, verbindet. Seit 1999 gehört Mykene gemeinsam mit Tiryns zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Mykene, auch Mykenai, Mykenä, veraltet Mycenä oder dichterisch Myzen (altgriechisch Μυκήνη Mykḗnē oder Μυκήνα Mykḗna, auch als Plural Μυκῆναι Mykḗnai (f. pl.); lateinisch Mycenae; neugriechisch Μυκήνες Mykínes), war in vorklassischer Zeit eine der bedeutendsten Städte Griechenlands, nach ihr wurde die mykenische Kultur benannt. Die Stadt lag nördlich der Ebene von Argos auf einer Anhöhe. Von hier überschaute und kontrollierte man den Landweg zwischen südlicher Peloponnes und dem Isthmus von Korinth, der die peloponnesische Halbinsel mit dem übrigen Festland, zunächst mit Attika und Böotien, verbindet. Seit 1999 gehört Mykene gemeinsam mit Tiryns zum UNESCO-Weltkulturerbe.