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Schloss und Gärten von Schönbrunn

Wien, Österreich
06.08.2020

Die Schloss- und Gartenanlage Schönbrunn in Wien, Österreich, zählt zu den beeindruckendsten Barockensembles Europas und ist seit 1996 ein stolzes UNESCO-Weltkulturerbe. Dieses prächtige Ensemble, einst Sommerresidenz der österreichischen Kaiserfamilie, erzählt die Geschichte einer Dynastie und einer Epoche von Weltrang.

Die Ursprünge einer Kaiserresidenz

Die Geschichte Schönbrunns reicht bis ins Mittelalter zurück, als ein Anwesen namens Katterburg existierte. Kaiser Maximilian II. erwarb das Gelände im 16. Jahrhundert und ließ dort einen Tiergarten anlegen. Der Name Schönbrunn entstand im frühen 17. Jahrhundert, als Kaiser Matthias auf der Jagd eine "schöne Brunnen" entdeckte, die namensgebend für den Ort wurde. Nach der Zerstörung durch die Türkenbelagerung 1683 beauftragte Kaiser Leopold I. den renommierten Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach mit dem Bau eines neuen, prächtigen Schlosses, das seine Vision eines kaiserlichen Glanzes widerspiegeln sollte.

Das Zeitalter Maria Theresias

Unter der Regentschaft von Kaiserin Maria Theresia und ihrem Ehemann, Kaiser Franz Stephan von Lothringen, erlebte Schönbrunn seine Blütezeit und erhielt im Wesentlichen sein heutiges Erscheinungsbild. Von 1740 bis 1760 wurde das Schloss vom Architekten Nikolaus Pacassi im eleganten Rokoko-Stil umgestaltet und erweitert. Es wurde zum politischen und gesellschaftlichen Mittelpunkt des Hoflebens der Habsburger. Hier lebte und wirkte Maria Theresia mit ihren 16 Kindern, darunter der spätere Kaiser Joseph II., der prägende Reformen umsetzen sollte.

Prächtige Gärten und ikonische Attraktionen

Die barocken Gärten, die sich über 1,2 Quadratkilometer erstrecken, sind ein Meisterwerk der Gartenkunst. Sie beeindrucken mit ihren symmetrischen Alleen, kunstvollen Skulpturen und prächtigen Wasserspielen. Der imposante Neptunbrunnen bildet einen optischen Mittelpunkt, während die auf einem Hügel thronende Gloriette eine atemberaubende Aussicht über die gesamte Anlage und die Stadt Wien bietet. Nicht zu vergessen ist der Tiergarten Schönbrunn, der 1752 von Franz Stephan von Lothringen gegründet wurde und als ältester bestehender Zoo der Welt gilt, ein lebendiges Zeugnis kaiserlicher Sammelleidenschaft. Schönbrunn ist heute nicht nur ein Museum, sondern ein lebendiger Ort, der Geschichte, Kunst und Natur miteinander verbindet und jährlich Millionen von Besuchern aus aller Welt anzieht.

Weiterführende Links

Das Schloss Schönbrunn ist die ehemalige Sommerresidenz der Habsburger in der österreichischen Hauptstadt Wien. Die barocke Dreiflügelanlage wurde ab 1695 unter Leopold I. von Johann Bernhard Fischer von Erlach begonnen und ab 1743 unter Maria Theresia von Nikolaus von Pacassi vollendet. Hervorzuheben sind die Berglzimmer, die Große Galerie, das Vieux-Laque-Zimmer, die Schlosskapelle und das Schlosstheater. Zum Ensemble des „österreichischen Versailles“ gehört auch der Park mit dem Neptunbrunnen, der Gloriette und dem namensgebenden Schönen Brunnen. Als „außergewöhnliches Beispiel eines Gesamtkunstwerks“ wurden das Schloss und die Gärten von Schönbrunn 1996 ins UNESCO-Welterbe aufgenommen.

wikipedia.org
Schloss und Park Schönbrunn, Österreich
© NHK Nippon Hoso Kyokai