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Alt- und Neustadt von Edinburgh

Edinburgh, Schottland
23.03.2011

Die Alt- und Neustadt von Edinburgh, seit 1995 UNESCO-Weltkulturerbe, repräsentieren ein einzigartiges Nebeneinander von mittelalterlichem Stadtbild und georgianischer Planstadt. Diese schottische Hauptstadt erzählt eine Geschichte von Urbanismus und kulturellem Wandel, die über Jahrhunderte gewachsen ist.

Das mittelalterliche Herz der Altstadt

Die Altstadt ist geprägt von der imposanten Festung des Edinburgh Castle, die majestätisch auf einem erloschenen Vulkan thront und die Stadt überblickt. Von dort erstreckt sich die berühmte Royal Mile, eine Abfolge von Straßen, die sich bis zum Holyrood Palace windet. Entlang dieser historischen Achse finden sich enge Gassen, sogenannte "Closes", und Höfe, die Zeugnis von der dichten Bebauung und dem Leben im Mittelalter ablegen. Gotische Bauwerke wie die prächtige St. Giles’ Cathedral zeugen von der langen religiösen und politischen Bedeutung dieses Viertels. Die Altstadt, mit ihrer organisch gewachsenen Struktur, war über Jahrhunderte das pulsierende Zentrum Edinburghs, oft übervölkert und ein Schmelztiegel von Leben und Handel.

Die Aufklärung in Stein gemeißelt: Die Neustadt

Im Gegensatz dazu steht die präzise geplante Neustadt, ein Meisterwerk georgianischer Architektur und des Städtebaus des 18. Jahrhunderts. Nach der Vereinigung der Parlamente von Schottland und England im Jahr 1707, die zur Gründung Großbritanniens führte, erlebte Edinburgh eine Blütezeit der Aufklärung. Um dem Ruf als "Auld Reekie" (Altes Rauchiges) und der Überbevölkerung der Altstadt entgegenzuwirken, entstand ab 1767 die Vision einer modernen, repräsentativen Stadt. Federführend war der Architekt James Craig, dessen Entwurf für die erste Phase der Neustadt breite Straßen, elegante Plätze wie den Charlotte Square und den St. Andrew Square sowie symmetrische Reihenhäuser vorsah. Die Hauptachsen George Street und Princes Street prägen bis heute das Bild. Die Neustadt spiegelt die rationalen Ideale und den Wunsch nach Fortschritt einer ganzen Epoche wider.

Einzigartiges urbanes Ensemble

Das Besondere am Weltkulturerbe Edinburgh ist die harmonische – und doch kontrastreiche – Koexistenz dieser beiden Stadtteile. Die dramatische Topographie, die die Altstadt auf ihrem Felssporn hervorhebt, wird durch die geordnete Eleganz der Neustadt perfekt ergänzt. Zusammen bilden sie ein einzigartiges städtebauliches Ensemble, das sowohl die Herausforderungen als auch die Ambitionen zweier unterschiedlicher Epochen menschlicher Zivilisation eindrucksvoll dokumentiert.

Weiterführende Links

Edinburgh [ˈɛdɪnb(ə)ɹə] (schottisch-gälisch Dùn Èideann [tuːn ˈeːtʃən]; deutsch Edinburg; amtlich City of Edinburgh) ist seit dem 15. Jahrhundert die Hauptstadt von Schottland. Seit 1999 ist Edinburgh außerdem Sitz des Schottischen Parlaments. Die Stadt ist mit etwa 525.000 Einwohnern nach Glasgow die zweitgrößte Stadt Schottlands und seit 1996 eine der 32 schottischen Council Areas. Die Stadt liegt in Lothian an Schottlands Ostküste auf der Südseite des Firth of Forth gegenüber von Fife.

wikipedia.org
Edinburgh Castle History | Edinburgh, Scotland | 4K
Lost Place: Edinburghs Katakomben - Von der Mördergrube zur Szene-Location | Galileo | ProSieben
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