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Erzbergwerk Rammelsberg - Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft

Goslar, Deutschland
21.06.2018

Das Erzbergwerk Rammelsberg bei Goslar, tief verwurzelt in den Harzer Bergen, ist ein einzigartiges Zeugnis über tausendjähriger Bergbaugeschichte. Seit 1992 gehört dieses außergewöhnliche Ensemble zum UNESCO-Weltkulturerbe, ergänzt 2010 um die historische Altstadt von Goslar und die Oberharzer Wasserwirtschaft. Es steht stellvertretend für den menschlichen Drang, Bodenschätze zu gewinnen und technische Herausforderungen zu meistern.

Die Ursprünge des Bergbaus

Die Geschichte des Bergbaus am Rammelsberg reicht bis ins 10. Jahrhundert. Eine Legende besagt, Ritter Ramm entdeckte um 968 die Erzadern, als sein Pferd den Boden aufkratzte. Fortan wurde der Rammelsberg zu einer der wichtigsten Quellen für Silber, Kupfer, Blei und Zink in Mitteleuropa. Über 1000 Jahre lieferte er ununterbrochen Metalle, die die Wirtschaft des Reiches und der Reichsstadt Goslar prägten.

Innovationen unter Tage

Über Jahrhunderte entwickelten Bergleute am Rammelsberg ausgefeilte Techniken zur Erzerschließung und Wasserableitung. Schon im Mittelalter entstanden beeindruckende Wasserlösungsstollen. Die Anlage des Tiefsten Wasserlaufs im 18. Jahrhundert war eine ingenieurtechnische Glanzleistung. Diese Innovationen machten den Rammelsberg zu einem Vorreiter im europäischen Bergbau.

Ein Erbe für die Zukunft

Der Bergbau am Rammelsberg endete 1988, doch sein Erbe lebt weiter. Heute ist das ehemalige Bergwerk ein beeindruckendes Museum. Erhaltene Stollen, Schächte und übertägige Anlagen zeugen von harter Arbeit und technischem Genie. Die enge Verbindung zur Altstadt von Goslar, deren Reichtum durch das Rammelsberger Erz finanziert wurde, und zur Oberharzer Wasserwirtschaft, einem komplexen System zur Energie- und Wasserversorgung, macht diesen Weltkulturerbestandort zu einem unvergleichlichen Ensemble.

Weiterführende Links

Das Erzbergwerk Rammelsberg zur Gewinnung von Buntmetallen am gleichnamigen Berg im Harz liegt südlich der Kernstadt von Goslar im niedersächsischen Landkreis Goslar.

Das Bergwerk wurde 1988 nach über 1000 Jahren nahezu ununterbrochenen Bergbaus stillgelegt; seit 1992 gehört das Schaubergwerk Rammelsberg zum UNESCO-Weltkulturerbe, das seit einer Erweiterung im Jahr 2010 die Bezeichnung Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft trägt.

Der Rammelsberg ist Bestandteil der Welterbe-Route des UNESCO-Welterbes im Harz.

Goslar [ˈɡɔslaɐ̯] ist eine große selbständige Stadt in Niedersachsen und Kreisstadt des Landkreises Goslar. Zum 31. Dezember 2024 hatte sie 47.419 Einwohner.

Der 979 erstmals erwähnte Bergbauort wurde etwa zur selben Zeit Sitz einer Kaiserpfalz und entwickelte sich bis zum 13. Jahrhundert kontinuierlich zur Stadt weiter. 1290 erlangte Goslar die Reichsunmittelbarkeit und behielt bis zur Mediatisierung 1802 den Status einer selbständigen Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich, was sich im Stadtwappen widerspiegelt.

Die Altstadt von Goslar mit ihren über 1.500 Fachwerkhäusern sowie das am südlichen Stadtrand liegende ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg zählen seit 1992 unter der Bezeichnung Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO.

wikipedia.org
Der Rammelsberg und Goslar, Deutschland
© NHK Nippon Hoso Kyokai